Kleines Hochbeet selber bauen (120 × 60 × 80 cm)

Aktualisiert: 2026-10-15

Ein Holzhochbeet in diesem Format baust du an einem Nachmittag – mit Akkuschrauber, Säge und ein paar Stunden Geduld. Die Maße passen an eine Hauswand oder auf die Terrasse und lassen sich an deine Körpergröße anpassen.

Die Maße – und wann du sie anpassen solltest

Diese Anleitung baut ein Beet mit 120 cm Länge, 60 cm Breite und rund 78 cm Höhe (vier Bretter à 19,5 cm). Das passt für Körpergrößen um 1,60 bis 1,75 m.

Welche Höhe zu dir passt, zeigt der Hochbeet-Rechner.

Welches Holz?

Lärche und Douglasie sind die üblichen Hölzer für Hochbeete. Sie enthalten Harze, die Fäulnis bremsen, und können unbehandelt bleiben. Fichte und Kiefer sind günstiger, halten aber deutlich kürzer und brauchen unbedingt eine Innenfolie.

Streiche das Holz nicht mit chemischem Holzschutz, wenn du darin Gemüse anbaust. Die Folie innen schützt das Holz ausreichend vor der feuchten Erde.

Die Bretter sollten mindestens 25 mm stark sein, besser 28 mm. Dünnere Bretter wölben sich unter dem Druck der Erde.

Materialliste

TeilMenge und Maß
Bretter Längsseiten8 Stück, 120 cm × 19,5 cm × 28 mm
Bretter Stirnseiten8 Stück, 54,4 cm × 19,5 cm × 28 mm (60 cm minus zweimal Brettstärke)
Eckpfosten (Kantholz)4 Stück, 7 × 7 cm, 78 cm lang
Mittelpfosten (Kantholz)2 Stück, 7 × 7 cm, 78 cm lang – je einer pro Längsseite
Edelstahlschraubenca. 80 Stück, 5 × 50 mm (eine 100er-Packung)
Noppenbahnca. 4 m, mindestens 80 cm breit
Wühlmausgitterca. 130 × 70 cm, verzinkt, Maschenweite um 6 mm
Tackerklammernrostfrei, für Folie und Gitter
Optional: Abschlussbrett2 × 120 cm + 2 × 60 cm, als Ablage auf der Oberkante

Spare nicht an Schrauben und Gitter: Normale verzinkte Schrauben rosten im feuchten Holz, und ein zu grobes Gitter lässt Wühlmäuse durch.

Werkzeug

Schritt für Schritt

  1. Zuschneiden. Alle Bretter und Pfosten auf Maß sägen. Viele Baumärkte schneiden gegen eine kleine Gebühr zu – das spart Zeit und gibt gerade Kanten.
  2. Längsseiten bauen. Zwei Eckpfosten und einen Mittelpfosten flach hinlegen, vier Bretter darauflegen, unten bündig. Jedes Brett pro Pfosten mit zwei Schrauben befestigen. Bei Lärche vorbohren, sonst reißt das Holz. Die zweite Längsseite genauso bauen.
  3. Stirnseiten einsetzen. Die Längsseiten aufstellen und die kurzen Bretter zwischen den Eckpfosten verschrauben.
  4. Rechtwinklig prüfen. Miss beide Diagonalen. Sind sie gleich lang, ist der Rahmen rechtwinklig.
  5. Aufstellen. Den Untergrund eben machen. Auf Rasen die Grassoden abstechen und beiseitelegen – sie kommen später als Füllschicht wieder hinein. Mit der Wasserwaage ausrichten.
  6. Gitter einlegen. Das Wühlmausgitter auf den Boden legen, an den Seiten 5 bis 10 cm hochbiegen und an Pfosten und unterstem Brett festtackern. Auf Pflaster oder Terrasse kannst du das Gitter weglassen.
  7. Folie anbringen. Die Noppenbahn mit den Noppen zum Holz an die Innenwände tackern, oben etwa 2 cm unter der Kante enden lassen. Den Boden nicht abdichten – das Wasser muss ablaufen können.
  8. Optional: Abschlussbrett. Ein flach aufgeschraubtes Brett deckt die Folie ab und dient als Ablage für Werkzeug oder Erntekorb.

Und dann: befüllen

Wie du das Beet in Schichten befüllst – oder ohne eigene Gartenabfälle –, steht in der Anleitung Hochbeet befüllen. Die benötigten Mengen berechnet der Hochbeet-Rechner: Für dieses Beet sind es rund 450 Liter.

Häufige Fragen

Kann ich auch Europaletten verwenden?

Ja, aber achte auf das Kennzeichen: HT bedeutet hitzebehandelt und ist unbedenklich, MB steht für eine Begasung mit Methylbromid – solche Paletten gehören nicht ins Gemüsebeet.

Wie lange hält ein Hochbeet aus Lärche?

Das hängt stark von Folie, Standort und Holzqualität ab. Unbehandelte Lärche mit gut angebrachter Innenfolie hält deutlich länger als Fichte oder Kiefer.

Muss ich das Holz von außen behandeln?

Nein. Unbehandelte Lärche und Douglasie werden mit der Zeit silbergrau. Das ist eine Patina, kein Schaden.

Quellen