Hochbeet nachfüllen und neu befüllen
Ein geschichtetes Hochbeet sackt jedes Jahr um etwa 10 bis 20 cm ab, weil die organischen Schichten verrotten. Deshalb füllst du jedes Frühjahr nach. Nach einigen Jahren ist die untere Füllung verbraucht – dann wird das Beet neu aufgebaut.
Jedes Frühjahr: nachfüllen
- Womit: Hochbeeterde, reifer Kompost oder eine Mischung aus beidem.
- Wie viel: so viel, dass die Erde wieder etwa 5 cm unter dem Rand steht.
- Ein Tipp: Die obersten 10 bis 20 cm vorher abtragen, das Nachfüllmaterial darunter einarbeiten und die abgetragene Erde wieder obenauf geben. So landet die Nährstoffgabe dort, wo die Wurzeln sind.
- Ab dem zweiten Jahr zusätzlich 100 bis 200 g Horngrieß je m² einarbeiten.
Wie viel Material in dein Beet passt, rechnet der Hochbeet-Rechner aus. Welche Erde passt, steht unter Welche Erde fürs Hochbeet.
Im Herbst: grob auffüllen
Wenn das Beet über den Winter pausiert, kannst du im Herbst Laub und zerkleinerte gesunde Pflanzenreste einfüllen und mit etwas Kompost abdecken. Bis zum Frühjahr setzt sich das Material, dann kommt nur noch eine dünne Schicht Erde obenauf. Mehr dazu in der Checkliste Hochbeet im Herbst.
Wann eine Neubefüllung fällig ist
Die Angaben schwanken: Manche Quellen nennen drei bis vier Jahre, andere etwa fünf, wieder andere fünf bis sieben Jahre. Besser als ein fester Termin sind diese Zeichen:
- Das Beet sackt kaum noch ab – die Äste und das Laub unten sind verrottet.
- Die Füllung besteht nur noch aus Erde, die schnell verdichtet.
- Die Erträge lassen trotz Nachfüllen und Düngen nach.
- Sofort: bei starkem Befall mit Engerlingen oder Wühlmäusen.
Neu befüllen: so geht's
- Im Herbst ausräumen, wenn ohnehin Laub und Schnittgut anfallen.
- Die obere, gute Erde beiseitelegen.
- Folie und, bei Beeten auf Gartenboden, das Wühlmausgitter prüfen – eine Gelegenheit, ein fehlendes Gitter nachzurüsten.
- Neu schichten wie beim ersten Mal: Äste, Laub, Grobkompost, oben Erde. Die beiseitegelegte Erde kommt in die oberen Schichten.
Die Schichten im Detail: Hochbeet befüllen. Danach beginnt die Fruchtfolge wieder mit Starkzehrern, siehe Hochbeet bepflanzen im ersten Jahr.
Und die alte Erde?
Die verrottete untere Füllung ist meist feiner Humus. Er kann als Bodenverbesserung im Garten verteilt oder in die neue Füllung eingearbeitet werden. Bei Schädlings- oder Krankheitsbefall gehört sie dagegen nicht zurück ins Beet.
Wer unsicher ist, wie viele Nährstoffe noch im Beet sind, kann mit einem einfachen Bodentest aus dem Gartenhandel nachmessen, bevor er düngt.
Häufige Fragen
Wie viel sackt ein Hochbeet pro Jahr ab?
Etwa 10 bis 20 cm, im ersten Jahr meist am meisten. Grobes, gut verdichtetes Material unten bremst das Absacken.
Womit fülle ich das Hochbeet im Frühjahr auf?
Mit Hochbeeterde, reifem Kompost oder einer Mischung. Ab dem zweiten Jahr zusätzlich etwas Horngrieß einarbeiten.
Wann muss ich das Hochbeet komplett neu befüllen?
Je nach Quelle nach drei bis sieben Jahren. Spätestens, wenn das Beet kaum noch absackt, nur noch aus verdichteter Erde besteht oder die Erträge nachlassen.
Quellen
- selbst.de: Hochbeet-Erde erneuern – auffüllen oder austauschen?
- gartenjournal.net: Hochbeet für den Frühling vorbereiten
- Hornbach: Hochbeet befüllen
- top agrar: So haben Sie lange Freude am Hochbeet
- Umweltministerium Rheinland-Pfalz: Hochbeete – Gärtnern auf Terrasse und Balkon (PDF)
- LWG Bayern: Kräuter und Gemüse im Hochbeet (Merkblatt, PDF)