Tomaten im Hochbeet
Für kleine Hochbeete sind Busch-, Balkon- und Cocktailtomaten die beste Wahl: Sie bleiben kompakt, brauchen kaum Pflege und du erntest ohne Leiter. Gepflanzt wird nach den Eisheiligen Mitte Mai, mit 50 bis 60 cm Abstand.
Welche Sorten ins Hochbeet passen
| Wuchsform | Höhe | Fürs Hochbeet |
|---|---|---|
| Busch- und Balkontomaten | niedrig, kompakt | ideal, auch für Balkon und kleine Beete |
| Cocktail- und Cherrytomaten | je nach Sorte | gut – niedrige Sorten wählen |
| Hängetomaten | hängen über den Rand | gut für die Beetkante |
| Stabtomaten | bis 2 m | unpraktisch |
Warum keine Stabtomaten? Auf einem 80 cm hohen Beet würde die Spitze einer 2-m-Tomate bei rund 2,80 m liegen. Das Hochbeet soll dir das Bücken ersparen – nicht eine Leiter nötig machen.
Wenn dein Beet keinen Regenschutz hat, nimm krautfäuletolerante Sorten. Kleinfruchtige Snacksorten gelingen im Hochbeet meist zuverlässiger als große Fleischtomaten.
Pflanzen: wann, wohin, mit wie viel Abstand
- Zeitpunkt: nach den Eisheiligen (Mitte Mai). Tomaten brauchen warme Nächte und vertragen keinen Frost.
- Sonne: mindestens 6 bis 8 Stunden am Tag.
- Abstand: 50 bis 60 cm, große Sorten bis 80 cm. In einem 120 × 60 cm Beet sind das höchstens zwei Pflanzen.
- Platz im Beet: an die Nordseite oder an die Wand, damit sie die niedrigen Pflanzen nicht beschatten.
- Erdtiefe: Der Großteil der Wurzeln liegt 30 bis 60 cm tief. Flache Tischbeete sind für Tomaten deshalb weniger geeignet.
Tomaten können etwas tiefer gepflanzt werden als sie im Topf standen – am eingegrabenen Stängel bilden sie zusätzliche Wurzeln.
Stützen und ausgeizen
- Buschtomaten brauchen höchstens einen kurzen Stab, wenn die Früchte schwer werden. Ausgeizen ist nicht nötig.
- Cocktailtomaten mit höherem Wuchs an einen Stab oder eine Spirale binden und die Seitentriebe in den Blattachseln regelmäßig ausbrechen (ausgeizen).
- Den Stab gleich beim Pflanzen setzen, später verletzt er die Wurzeln.
Kraut- und Braunfäule vorbeugen
Die Pilzkrankheit breitet sich über nasse Blätter aus und ist die häufigste Ursache für Ernteausfälle.
- Regenschutz: ein kleines Tomatendach, ein Folienaufsatz oder ein Platz unter dem Dachüberstand.
- Nur an die Wurzel gießen, nie über die Blätter, am besten morgens.
- Untere Blätter entfernen, die den Boden berühren.
- Fruchtfolge: Auf derselben Stelle möglichst einige Jahre keine Tomaten oder Kartoffeln. Im kleinen Beet heißt das: jedes Jahr die Seite wechseln oder ein Jahr auf einen Kübel ausweichen.
- Befallene Pflanzen in die Biotonne, nicht auf den eigenen Kompost.
Gießen und düngen
Tomaten brauchen gleichmäßig Wasser: Wechselt die Erde zwischen trocken und nass, platzen die Früchte. An heißen Tagen täglich gießen, eine Mulchschicht aus Rasenschnitt hält die Feuchtigkeit.
Im ersten Jahr nach dem Befüllen ist genug Nährstoff im Beet – Tomaten sind die idealen Starkzehrer dafür, siehe Hochbeet bepflanzen im ersten Jahr. In späteren Jahren ab der Blüte organisch nachdüngen.
Gute Nachbarn
Basilikum vor den Tomaten ist der Klassiker, auch Knoblauch, Zwiebeln und Spinat passen. Nicht daneben: Kartoffeln, Gurken und Fenchel. Die ganze Tabelle steht unter Mischkultur im Hochbeet.
Häufige Fragen
Wie viele Tomaten passen in ein kleines Hochbeet?
In ein 120 × 60 cm Beet zwei Pflanzen, in ein 80 × 40 cm Balkonbeet eine – bei 50 bis 60 cm Abstand.
Kann ich jedes Jahr Tomaten ins selbe Hochbeet pflanzen?
Besser nicht an dieselbe Stelle. Wechsle innerhalb des Beets die Seite oder setze die Tomaten ein Jahr in einen Kübel, damit sich Krankheiten nicht anreichern.
Brauchen Tomaten im Hochbeet ein Dach?
Nicht zwingend, aber ein Regenschutz senkt das Risiko für Kraut- und Braunfäule deutlich. Ohne Dach krautfäuletolerante Sorten wählen.